Temperatur

Mit der Temperatur-Methode werden die Temperaturverhältnisse der Fliessgewässer einer Region unter Berücksichtigung der Eingriffe und ihrer Wirkungen auf das Temperaturregime beurteilt. Die Natürlichkeit der Temperaturverhältnisse wird anhand einer Auswahl von Bewertungsansätzen (Temperaturjahresgang sowie zwei Kurzzeitansätze) abgeschätzt.

Hinweis: Diese Methode entspricht nicht einem breit vernehmlassten und akzeptierten offiziellen Modul nach dem Modul-Stufen-Konzept des Bundes (BUWAL 1998). Es handelt sich um einen Expertenbericht.

Eine Überarbeitung des Expertenberichtes sowie die Weiterentwicklung bis zu einem offiziellen Modul Temperatur ist aufgrund der Resultate der Plausibilisierung nicht vorgesehen. Einzelne Aspekte der Methode können jedoch nach eigenem Ermessen als Hilfestellung zur Umgang mit der Thematik Gewässertemperatur verwendet werden.

Aufgenommene Parameter:

Temperaturdaten mit einer zeitlichen Auflösung von 10 Minuten (über 10 Minuten gemittelte kontinuierliche Messwerte).

Bewertung:

Die Bewertung basiert auf einem Vergleich mit einem Referenzzustand.

Für die Auswertung der erhobenen Daten steht ein elektronisches Hilfsmittel zur Verfügung.

Die Bewertung erfolgt in 5 Zustandsklassen plus eine Sonderklasse „ohne Bewertung“, welche dann zur Anwendung kommt, wenn eine Veränderung der Temperaturverhältnisse vorliegt, aber eine Einstufung in eine der fünf Klassen aufgrund ungenügender Datengrundlage nicht möglich ist.