Was ist das MSK

Das MSK (Modul-Stufen-Konzept) ist eine Sammlung von Methoden zur Erhebung und Beurteilung des Gewässerzustands. Es ist eine Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Eawag und dem VSA. 1998 gestartet, existieren heute Methoden zu den wichtigsten Aspekten, um den Zustand der Fliessgewässer gemäss Gewässerschutzgesetzgebung zu beurteilen. Zusätzlich zu diesen Beurteilungsmethoden für Fliessgewässer gibt es erste Methoden für die Beurteilung des Zustands von Seen sowie Methoden für die Identifizierung von Ursachen der Defizite und für Wirkungskontrollen von Massnahmen.

Ziele des MSK

  1. Das Aufzeigen von Defiziten gemäss Anhang 1 und 2, GschV.
  2. Die Identifizierung der Ursachen der Defizite und möglichst effiziente Massnahmen
  3. Die Wirkungskontrolle der durchgeführten Massnahmen

Foto: Christiane Ilg

Untersuchungsstufen

Ursprünglich wurden im MSK drei Stufen, daher der Name Modul-Stufen-Konzept, mit verschiedenen Bearbeitungsintensitäten geplant. Man ging von einer geringen Intensität bei flächendeckenden Untersuchungen (Stufe F) und einer mittleren bzw. hohen Intensität bei systembezogen (Stufe S) bzw. abschnittsbezogenen (Stufe A) Untersuchungen aus.

Da die Einteilung in die Stufen in der Praxis z.T. schwierig war, wird in Zukunft zwischen der Stufe A (Abschnittbezogen) und S (Systembezogen) nicht mehr unterschieden und sie Stufen werden wie folgt interpretiert:

  • Stufe F – Flächendeckend. Im Sinne einer groben, übersichtsbezogenen Zustandsbeschreibung und –Beurteilung gemäss GschV Anhang 1 und 2. Auf dieser Stufe stehen heute für die meisten Parameter der Fliessgewässerbeurteilung standardisierte Methoden zur Verfügung.
  • Stufe S –  Systembezogen. Stufe S umfasst standardisierte Methoden zur Ursachenanalyse und Erfolgskontrollen (z.B. Wirkungskontrollen Renaturierung). Dabei können je nach Bedarf auch Methoden der Stufe-F zum Einsatz kommen. Oftmals werden dabei verschiedene Bereiche wie z.B. Makrophyten und Fische kombiniert.